Es geht tiefer….

Mittlerweile habe ich mir einen Lasernivellierer von Bosch zugelegt – auch wenn ich es albern finde, wenn manch ein Heimwerker eine ganze Garage voller Werkzeug hat – mittlerweile kaufe ich selbst ein wie blöde.  Der Nivellierer ist auf jeden Fall eine feine Sache.

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Die Linie zeigt an, wo die Estrichobergrenze sein soll. Offensichtlich bin ich schon ein ganzes Eck in die Tiefe gekommen. Und was kommt zum Vorschein: eine Grundmauer. Gut, das ist jetzt nicht wirklich überraschend – hier stand nämlich bis in die 50er eine Mauer. Und zwar eine tragende Mauer. Und statt der wundervollen, geschwungenen Treppe gab’s ins Dachgeschoss nur eine Hühnerleiter. Ok.  Die Wahl ist: Mauer wieder hochmauern und Zimmer dahinter wesentlich größer – oder Treppe.  Nachdem man ja nicht rekonstruieren soll – Treppe.

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Der Eingang zum kleinen Zimmer – links sieht man die zwei Rohrleitungen aus dem Raum hinter der Treppe unter den Boden laufen. Das eine ist die Trinkwasserleitung in die Küche, das andere die Leitung zum Brunnen. Es ist klar: beide Leitungen haben es hinter sich. Die Frage ist: kann der Boden im Zimmer bleiben? Es sieht so aus, als wäre hinter den Ziegelsteinen einfach nur Sand und darauf würden die dünnen Dielenbretter liegen.

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Der Flur: hier geht’s in den gewachsenen Boden hinein. Nur, wie tief? Die Betonbauer wollen alle 20 cm Stahlbeton hier reingiessen, darunter 20cm Schotter, darüber 10cm Dämmung und nochmal 7cm Estrich. Sind fast 60cm Bodenaufbau. Da bin ich schon unterhalb des Fundaments. Will sagen, unterhalb der letzten Bruchsteinreihe. Irgendwie klingt das nicht gut.  Ich hab mich erkundigt. 20cm Stahlbeton braucht man für LKW-Werkstätten. Und hier trägt die Platte ja gar nichts, weil obendrauf ja eine ESP-Isolierung kommt. Grübel….

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Hier nochmal die alte Grundmauer, die sie in den 50ern stehen haben lassen, weil sie zu faul waren, die auch noch rauszureissen – und die beiden Rohre, die sie damals durchgelegt haben.

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Noch ein Rest: Der alte Herd hatte zwar ein Rohr in die Wand – aber um in den Kamin zu kommen, brauchte es noch ein Knie…. das sieht auch nicht mehr gesund aus….

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Der Vorbesitzer hat in den 80ern einen Kachelofen selber eingebaut, dessen Heizeinsatz in zwei Jahren zum Austausch fällig gewesen wäre – Vorschrift. Also habe ich gleich einen Neuen einbauen lassen. Der steht seit heute und bullert schon lustig vor sich hin. Selbst wenn das mit der Heizung nicht klappt: erfrieren werde ich im Winter nicht.