Unter dem Putz

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Der Türrahmen ist draußen, darunter kommen die Ziegel zum Vorschein, mit denen man in den 50ern die Tür auf Normmaß gebracht hat.  Da es noch keinen Bauschaum und keine Plastikdübel gab, wurde der Rahmen mittels eingemauerter Holzstücke befestigt. Gehalten hat das. Kann man nichts sagen. Interessant der rote Fleck in Bildmitte:

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Hier hat die Wand eine Beule, die mit viel Putz verschmiert ist – und roter Farbe. Sieht auf jeden Fall verdächtig aus – und alles andere als original.

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Das ganze Eck ist etwas verdächtig. Der dunkle Fleck da oben ist klar völlig verrusstes Mauerwerk. Es sieht aus, als wäre hier ein Kamin gestanden. Eventuell die letzten Reste einer Rauchkuchl? Aber am Mauerwerk darunter sieht man nichts . Rätsel. Und eigentlich war das Fundament für den Kamin ja im Zentrum des Raumes.  Aber im Laufe von ein paar Hundert Jahren kann sich der Ort der Feuerung ja öfter mal ändern…

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Es war ja länger geplant: Runter mit der Holzdecke. Ein Ding aus den 50ern.  Her sieht man: die Balken sind mit schrägen Latten aufgedoppelt, damit die Decke halbwegs eben ist.

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Hier mal etwas besser beleuchtet. Die Isolierung ist bei der Renovierung des Dachstuhls vor 30 Jahren reingestopft worden. Interessant die Nut am unteren Rand des Balkens. Es ist nicht etwa unten ein Brett draufgenagelt, sondern tatsächlich in den Balken eine breite Nut eingeschlagen. Das diente dazu, hier einen Fehlboden einzuziehen. Da wurden einfach Bretter in beide Nuten eingeschoben. Fertig. Das hält ohne – teuere – Nägel und ist flexibel.