Archiv für den Monat: Oktober 2013

Im Schweinestall…

Nicht nur im Flur geht’s weiter, auch im Schweinestall.  Nach mehreren Containern gemischtem Schutt, habe ich jetzt einen Container nur für Sand bestellt, also werfen wir den Aushub durch. Hat den Vorteil, dass wir auch irgendwelche Keramikscherben oder Goldschätze leichter finden.

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Hier ist Alex am durchwerfen.  Auch wenn das so aussieht, als wäre schon ziemlich viel geschafft – da fehlt noch ein bisschen was….

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Das ist der frühere Durchgang zur Rübenküche.  Die Rübenküche war in dem flachen Anbau, der auf Abriss steht. In diesen Raum hier soll später der Pelletsbunker – also muss die Tür zugemauert werden. Der Boden ist bereits mit schwarzer Plane gesperrt, damit die Pellets nicht feucht werden. Das kann nämlich ziemlich übel ausgehen. Wenn so ein Pelletsbunker voll ist, und die Pellets aufquellen, dann sprengt so ein Bunker auch mal das ganze Haus…

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Im ersten Stock des Schweinestalls – sozusagen im Studio – ist Inke von besitzbar.de zu Gange. Zuerst mal wird ein Zwischenboden auf drei Meter eingezogen, damit man überhaupt bis ins Dach hinauf kommt. Es müssen nämlich sämtliche Ziegel untersucht und, wo nötig, ausgetauscht werden.

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Das hier ist schon die spätere Plattform, die hier eingebaut wird. Damit kann man dann nämlich über die Hintergrundpappe und von oben fotografieren.  Oder Licht von oben stellen. Oder Nebel. Oder. Oder.  Und Haken will ich in die Balken machen, damit man auch mal was von oben hängen lassen kann….

Goldener Oktober

Der Winter lässt noch auf sich warten – wir haben fast November und das Wetter ist phantastisch. Eigentlich viel zu schade, um auf einer Baustelle zu werkeln.

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Ansicht von vorne mit der Linde vorne dran.

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Das ist die Sicht auf den Schuppen, in dem die Ente überwintert.  Jo – Laubrechen sollte ich vielleicht mal….

Es geht tiefer….

Mittlerweile habe ich mir einen Lasernivellierer von Bosch zugelegt – auch wenn ich es albern finde, wenn manch ein Heimwerker eine ganze Garage voller Werkzeug hat – mittlerweile kaufe ich selbst ein wie blöde.  Der Nivellierer ist auf jeden Fall eine feine Sache.

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Die Linie zeigt an, wo die Estrichobergrenze sein soll. Offensichtlich bin ich schon ein ganzes Eck in die Tiefe gekommen. Und was kommt zum Vorschein: eine Grundmauer. Gut, das ist jetzt nicht wirklich überraschend – hier stand nämlich bis in die 50er eine Mauer. Und zwar eine tragende Mauer. Und statt der wundervollen, geschwungenen Treppe gab’s ins Dachgeschoss nur eine Hühnerleiter. Ok.  Die Wahl ist: Mauer wieder hochmauern und Zimmer dahinter wesentlich größer – oder Treppe.  Nachdem man ja nicht rekonstruieren soll – Treppe.

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Der Eingang zum kleinen Zimmer – links sieht man die zwei Rohrleitungen aus dem Raum hinter der Treppe unter den Boden laufen. Das eine ist die Trinkwasserleitung in die Küche, das andere die Leitung zum Brunnen. Es ist klar: beide Leitungen haben es hinter sich. Die Frage ist: kann der Boden im Zimmer bleiben? Es sieht so aus, als wäre hinter den Ziegelsteinen einfach nur Sand und darauf würden die dünnen Dielenbretter liegen.

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Der Flur: hier geht’s in den gewachsenen Boden hinein. Nur, wie tief? Die Betonbauer wollen alle 20 cm Stahlbeton hier reingiessen, darunter 20cm Schotter, darüber 10cm Dämmung und nochmal 7cm Estrich. Sind fast 60cm Bodenaufbau. Da bin ich schon unterhalb des Fundaments. Will sagen, unterhalb der letzten Bruchsteinreihe. Irgendwie klingt das nicht gut.  Ich hab mich erkundigt. 20cm Stahlbeton braucht man für LKW-Werkstätten. Und hier trägt die Platte ja gar nichts, weil obendrauf ja eine ESP-Isolierung kommt. Grübel….

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Hier nochmal die alte Grundmauer, die sie in den 50ern stehen haben lassen, weil sie zu faul waren, die auch noch rauszureissen – und die beiden Rohre, die sie damals durchgelegt haben.

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Noch ein Rest: Der alte Herd hatte zwar ein Rohr in die Wand – aber um in den Kamin zu kommen, brauchte es noch ein Knie…. das sieht auch nicht mehr gesund aus….

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Der Vorbesitzer hat in den 80ern einen Kachelofen selber eingebaut, dessen Heizeinsatz in zwei Jahren zum Austausch fällig gewesen wäre – Vorschrift. Also habe ich gleich einen Neuen einbauen lassen. Der steht seit heute und bullert schon lustig vor sich hin. Selbst wenn das mit der Heizung nicht klappt: erfrieren werde ich im Winter nicht.

Der große Graben…

Eine Fernwärmeleitung muss es sein. Vom Nebengebäude zum Hauptgebäude.  Graben Sie mal einen Graben. Haben die von der Heizungsfirma gesagt. Und messen Sie, wie groß der Abstand ist von Wand zu Wand. 15 Meter 60. Aber den geforderten Meter habe ich jetzt nicht ausgebuddelt. Da sollen die lieber einen Bagger schicken. Ich wüsste gar nicht, wohin mit dem Aushub….

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Und mittlerweile ist auch der Estrich im Flur weggerissen. Sandkasten im Flur- hat was.

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Unter der Treppe gibt’s eine Tür in einen Abstellraum, in dem bisher das Hauswasserwerk stand, das das Wasser aus dem Hausbrunnen (Trinkwasserqualität!) im Haus verteilt hat. Früher gab’s ja an dem Haus weder Wasser- noch Abwasseranschluss.  Nachdem auch in dem Raum Zementfliesen waren, musste das Wasserwerk weichen. Später soll da ein Bad reinkommen.  Weil der Raum so schön klein ist, habe ich mal angefangen, tiefer zu graben…

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…und siehe da, man findet Wasserleitungen. Links geht’s ins Hinterhaus, nach unten in den Hausanschlussraum und nach rechts vermutlich in die Küche. Wunderbar. Eine Katastrophe. Die Wasserleitung in die Küche ist ein verrostetes Wrack.  Ach ja: falls jemand noch nie einen Altbau von unten gesehen hat: früher waren solche Häuser nicht auf einer Betonplatte aufgestapelt, sondern man hat eine Wiese genommen, ein paar Furchen ausgehoben und in diese Furchen Bruchsteine gelegt. Dann auf die Steine Erde, und da drauf wieder Steine, usw. – bis die Mauer hoch genug war. Mörtel gab’s zwischen den Steinen nur dann, wenn welcher da war und der Bauherr gerade zugekuckt hat. Und zwischen den Steinreihen war halt Wiese. Im Laufe der Bauarbeiten hat dann die Wiese natürlich nicht überlebt. Die war dann ziemlich schnell, ziemlich platt und irgendwann hat man dann entweder den plattgetrampelten Boden gleich genommen, wie er war, oder eine Ascheschicht drauf, in die man halbe Baumstämme gelegt hat und darauf dann Dielenbretter genagelt. Die Ascheschicht hat verhindert, dass die Stämme zusammengefault sind und die Mäuse waren von der Asche auch nicht so begeistert.  Fertig war  der Lack….