Archiv für den Monat: Februar 2015

Die Mauern werden dünner – und älter

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So. Die Mauer ist „nackt“ und auf einmal sieht das etwas anders aus.  Ich habe alle losen Steine entfernt und vor allem im linken Bereich macht sich das bemerkbar.

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Es sieht so aus, als wäre die Mauer später durch An- und Aufmauern verstärkt worden. Während der Mauerkern mit Lehm gemauert ist, sind die obersten Lagen mit Kalkputz ausgeführt. Zudem kragen sie deutlich über. Es sieht so aus, als wäre früher auf der Höhe des Fenstersturzes der „Durchreiche“ ein Balken gelaufen, hinter dem die Wand einen Rücksprung gemacht hat. Das würde auf eine Giebelwand hindeuten. Das Haus war also früher deutlich kürzer. Die Wand hat links zur Außenwand nur wenig Verbindung. Eventuell wurde die Außenwand später, als das Haus verlängert wurde, neu aufgemauert.

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Das ist die Stelle an der Außenwand der Küche zwischen den beiden Fenstern. Auch hier ist einmal etwas zugemauert worden. Nur was? Die Kabel sind bereits die neuen Kabel für Herd und Küche.

Ruß, Steine und Löcher

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Einer der freigelegten Balken – da hat’s anscheinend mal gebrannt. Und zwar zu Zeiten, als der Fehlboden noch drin war. Genau unter diesem Balken befand sich das Fundament des alten Kamins.  Da hat scheint’s mal einer heftig eingeheizt. Es scheint geplant gewesen zu sein, die Balken zu verputzen – sie sind mit der Axt angeschlagen, aber in den Schlagspuren sind keine Putzreste. Hier sieht man auch noch die Ausgleichslatte.

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Habe ich schon erzählt, dass ich schon einen Kompressor und zwei Pressluftmeissel aufgearbeitet habe? Der Plastehelm mit Gitter und Gehörschutz hat sich auf jeden Fall rentiert.

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Das hier ist die rosa Delle vom letzten Post. Nachdem ich den ganzen Mist, der drin war, rausgeräumt habe. „Mist“ ist in dem Fall wörtlich zu verstehen.

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Strohhäcksel, Samenkerne, Mäusenester. Hier war mal ein Stall. Das Loch in der Wand erinnert mich an das Loch im Schweinstall. Auch im Eck. Und auch mit allerhand Hinterlassenschaften verziert und hinterher einfach zugeputzt.

 

 

Unter dem Putz

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Der Türrahmen ist draußen, darunter kommen die Ziegel zum Vorschein, mit denen man in den 50ern die Tür auf Normmaß gebracht hat.  Da es noch keinen Bauschaum und keine Plastikdübel gab, wurde der Rahmen mittels eingemauerter Holzstücke befestigt. Gehalten hat das. Kann man nichts sagen. Interessant der rote Fleck in Bildmitte:

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Hier hat die Wand eine Beule, die mit viel Putz verschmiert ist – und roter Farbe. Sieht auf jeden Fall verdächtig aus – und alles andere als original.

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Das ganze Eck ist etwas verdächtig. Der dunkle Fleck da oben ist klar völlig verrusstes Mauerwerk. Es sieht aus, als wäre hier ein Kamin gestanden. Eventuell die letzten Reste einer Rauchkuchl? Aber am Mauerwerk darunter sieht man nichts . Rätsel. Und eigentlich war das Fundament für den Kamin ja im Zentrum des Raumes.  Aber im Laufe von ein paar Hundert Jahren kann sich der Ort der Feuerung ja öfter mal ändern…

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Es war ja länger geplant: Runter mit der Holzdecke. Ein Ding aus den 50ern.  Her sieht man: die Balken sind mit schrägen Latten aufgedoppelt, damit die Decke halbwegs eben ist.

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Hier mal etwas besser beleuchtet. Die Isolierung ist bei der Renovierung des Dachstuhls vor 30 Jahren reingestopft worden. Interessant die Nut am unteren Rand des Balkens. Es ist nicht etwa unten ein Brett draufgenagelt, sondern tatsächlich in den Balken eine breite Nut eingeschlagen. Das diente dazu, hier einen Fehlboden einzuziehen. Da wurden einfach Bretter in beide Nuten eingeschoben. Fertig. Das hält ohne – teuere – Nägel und ist flexibel.

 

 

 

Noch ein bisschen abreissen

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Und der zweite Türstock ist auch fällig.

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Das Tresorzimmer. Der untere Bereich des Putzes ist mehr oder weniger von allein runtergefallen. Was grau ist, ist tatsächlich Putz aus der Zeit des Barock. Der Rest des Putzes ist aus dem 20. Jahrhundert, angereichert mit allerlei, was damals so rumlag und wegsollte. Glasscherben zum Beispiel.

 

 

 

 

Zwischenboden und so.

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Mal wieder ein kleiner Einblick in den Flur. Mittlerweile ohne Licht – die ganze Elektroinstallation ist stillgelegt.

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Im ersten Stock, auf der Tenne, muss der Kniestock neu gemacht werden, natürlich nachdem die Kabelei frisch verlegt ist, damit der Heizkörper drangehängt werden kann.

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Hier das linke Zimmer – es wird Zeit, dass der Fußboden rauskommt und der Dielenboden rein. Auch dabei werden gleich ein paar Kabel verlegt. Hier sieht man das Gewölbe des Flurs von oben. Und siehe da: Das Gewölbe ist funktionslos. Es ist offensichtlich erst Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts eingebaut worden – weil es nett aussieht.  Ursprünglich war die Decke des Flurs simpel mit Balken realisiert.

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Und an den Balken sind sogar noch die Haken, an die früher das Equipment gehängt wurde….

Noch mehr Kabel

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Auch hier ist noch die Hälfte der Kabel überflüssig, aber langsam lichtet sich die Sache.

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Unter den Spanplatten laufen auch allerhand Kabel – und Verteilerdosen gibt’s auch mehr als eine. Die Verschaltung wird aber allmählich…