Archiv für den Monat: August 2016

Türschlösser, Energieharmonisierung und erster Workshoptermin

3Vorgestern sind die Schlösser der Innentüren endlich eingebaut worden.

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Bis dato waren das nämlich billige, verzinkte Kastenschlösser mit Plastegriffen. Mein Lieblingsschreiner hat nun endlich die neuen Schlösser bekommen und eingebaut. Klar – wieder Kastenschlösser, aber eine andere Nummer. Allein die Schlüssel sind die Schau – und jetzt tatsächlich für jedes Schloss ein anderer Schlüssel.

Nebenbei sind dann noch die Türen angepasst worden:

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und wenn die Tür drinhängt, dann kuckt das so aus:

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Mittlerweile sind auch alle Türen geölt, jetzt muss man nur noch drauf warten, dass sie nachdunkeln. Aber das kommt von alleine.

Und beim Thema „ölen“ vielleicht ein bisschen was zum ökologischen Konzept des Hauses. Ich bin da ziemlich pragmatisch. Ich verwende weitgehend heimische Hölzer vom lokalen Sägewerk, ich verwende Lehmputz und ich verwende Kaseinfarbe und Hartöle von Kreidezeit. Ich habe eine Pelletsheizung mit Fernwärmeleitung und dämme mit Hanf und Pavatex Holzfaserplatten. Ich habe keine luftdichten Folien in der Dachdämmung verbaut. Dabei ist dahinter aber keine Ideologie, sondern schlicht nüchternes Kalkül. Das Zeug soll lange halten und so weit möglich reparierbar sein. Eine Schramme in einer modernen, lackierten oder beschichteten Zimmertür bedeutet eine neue Tür – bei den Holztüren fällt das gar nicht auf.  Dabei bin ich moderner Technik nicht abgeneigt. Unter der Bodenplatte ist zwischen der Kapillarsperre und der Betonplatte ein Hightech-Vlies, unter den rustikalen Fußbodenplatten liegt eine moderne Fußbodenheizung mit EPS-Unterbau. Die Dusche im neuen Bad hat eine Regenbrause und eine nahezu bodengleiche Duschwanne.  Die Kloschüsseln haben eine hochmoderne Beschichtung, die die Reinigung erleichtert. WLAN im Haus ist sowieso ein Muss und das Wasser läuft durch eine ziemlich aufwendige Entkalkungsanlage. So ein Ding, wo man regelmäßig Salz nachfüllen muss, wie bei der Spülmaschine.

Und nein, ich habe keine „Stromharmonisierungsanlage“ a la Fostac Maximus oder eine „Wasserbelebung“ a la Grander.  Wem das Wasser aus der Leitung nicht behagt, darf sich mit einem Eimer an den Brunnen bewegen und sich selbst versorgen, nach der letzten Analyse hat das Brunnenwasser Trinkwasserqualität.

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Und die letzte Neuigkeit: Mittlerweile steht der Termin für den ersten Workshop fest. Vom 13.10. bis 16.10. gibt’s einen Workshop für junge Fotografen von 18 bis 28 – der im Rahmen eines Wettbewerbs ausgeschrieben wird. Details gibt’s hier.

Kellerüberraschungen

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Das ist jetzt kein Überraschung – So sieht eben der Tankraum aus, nachdem ich die Tanks ausgebaut habe – oben gehen noch die Rohre raus, einmal die Ölleitung und einmal die Entlüftung.

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Und so sieht es aus, wenn der Putz aus den 80ern runterkommt.  Soweit alles klar. Die   Mauerung der Wanne links und rechts sollte ja auch weg. Hinter der Mauer war Abstand zur alten Bruchsteinmauer, da fand sich von Zigarettenpackungen bis zu ausgebrannten Glühbirnen alles, was so an einer Baustelle anfällt und weg muss. Das hat natürlich der Originalwand nicht so gut getan- die steht ja im nackten Erdreich und würde gerne die entsprechende Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben…

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Zwischendrin werden die Tanks abgeholt – das Verladen dauert Minuten, das Verzurren deutlich länger.

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Weiter im Text: Die Rohre entfernen. Der bereits vorhanden Lüftungsschacht wurde in den 80ern mit einem halben Sack Gips ausgefüllt und da zwei Abflussrohre reingesteckt, durch die die Metallrohre durchgeführt wurden. Weg damit.

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Dabei fällt mir auf, dass der Keller von außen deutlich größer aussieht – irgendwo fehlt da ein guter halber Meter. Und siehe da – die hintere Abschlusswand ist vorgemauert. Dahinter ist ein Hohlraum. Raus mit der Mauer.

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So, weg ist sie. Unten ist die Wand nass – warum? Der untere Bereich zwischen den Wänden war mit Plastikfolie und Styropor gefüllt.  Raus damit.

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Und das ist die hintere Wand des Kellers, nachdem die Seitenmauer rausgerissen ist – und auch hier ist die Mauer vorgesetzt und dahinter Styropor und Gips und allerhand anderes Zeug, was da nichts verloren hat. Raus damit.

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Und da dachte ich, ich wäre eigentlich so gut wie fertig. Das dauert noch ein bisschen, bis da der ganze Putz von der Wand und der Estrich draußen ist. Wird aber hinterher ein richtig stilechter Burgkeller….. OK. Nicht aus dem Mittelalter, aber Renaissance gilt auch, oder?

Weinkeller, Türschlösser und Feuerwehr.

Wer in den letzten drei Jahren bei mir im Studio aus dem Fenster gekuckt hat, war sicher enttäuscht: das Feuerwehrhaus blockiert die Aussicht und hat mich schon bei manchem Foto geärgert. Da ist jetzt „Abhilfe“ in Sicht.

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Das da ist das Feuerwehrhaus mit dem Einsatzfahrzeug davor – das hier dazu benutzt wird, das Haus dahinter leerzuräumen. Die Feuerwehr zieht nämlich aus.

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Und nein, ich muss das Haus nicht renovieren –  das wird abgerissen. Stattdessen kommen Bänke, Bäume und ein Brunnen hin. Dauert aber noch ein bisschen. Bis dahin ist eh noch ein bisschen was zu tun:

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Das da ist die Treppe zu meinem Studio – da ist jetzt endlich der Boden gefliest – und verfugt auch schon, nur gibt’s da kein Foto dazu.

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Das hier ist der frühere Heizungsraum, jetzt zukünftige Waschküche. Links war mal ein ziemlich tiefes Loch, wo die Fernwärmeleitung durchgeführt wurde. Das ist jetzt mittlerweile verfliest und verfugt. Wenn man’s nicht weiß, sieht man’s kaum. Aufräumen, putzen und streichen – und dann kann endlich die Waschmaschine hin.

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Und hier standen bis vorgestern die alten Öltanks. Mieft noch ein bisschen nach Diesel, wird aber besser. Ob ich das alte Gewölbe freilege ist noch die Frage – mal sehen, wieviel Putz runterkommt, wenn ich den abbröckelnden Putz wegnehme. Und ich habe auch noch Skrupel, die Vormauerung wegzustemmen. Ich bin mir nicht so sicher, was die alten Mauern dazu sagen, wenn ich mit dem Abbruchhammer drangehe. Vielleicht tut’s auch einfach nur ein bisschen Farbe…

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Die endgültigen Schlösser sind drin – hatte ich ja schon geschrieben. Ich bin aber immer wieder begeistert.

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Hier nochmal ein Zimmer – nun mit meiner alten Schreibmaschine – sieht schon sehr kreativ aus, gelle?

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Und das hier – fast wie aus dem Museum „Hier entstand….“ Soweit ich weiß, entstand auf der Maschine mein ersten Theaterstück, das ich mit 9 Jahren geschrieben habe. „Der Überfall auf die Postkutsche“. Uraufführung im Kindergarten. Leider ist das Manuskript verlorengegangen. Und ich hatte damals schon Ärger mit Schauspielern. Die Darstellerin der Oma weigerte sich, das im Drehbuch vorgegebene Alter anzugeben. Bei der Aufführung hat sie sich dann 30 Jahre jünger gemacht, als im Drehbuch stand. Was will man machen, sie war größer als ich…..