Archiv für den Monat: Juli 2017

Und es hat BOOOOM gemacht…

Ich bin ja gerade dabei, meinen Schuppen abzureißen. vor ein paar Tagen sah der noch so aus:

Die Balken oben hatte ich ja schon an der Wand durchgesägt, aber das Dach hielt noch, woran auch immer.  Heute morgen beim Frühstück hat es dann „Boom“ gemacht. Am Land ist das für mich jetzt nicht so das Drama, da macht öfter mal irgendwas Krawall. Deswegen unterbricht man das Frühstück doch nicht. Der Nachbar war anderer Meinung und hat sich das Desaster gleich angekuckt:

Das Dach ist nach ein paar Tagen Regenwetter planmäßig runtergekracht.  Die Balken haben am unteren Ende noch gleich ein bisschen der Mauer zerlegt. So sah meine Graffitiwand vorher aus:

Das war schon nach der Enfernung des Eternit- Daches. Jetzt kuckt das so aus:

Na, jetzt geht’s ans Holzmachen und den Rest der Wand noch abreißen…. Auf jeden Fall habe ich jetzt ein paar 50 Jahre alte Balken rumliegen….. Soll ich mir ne Hollywoodschaukel bauen?

Blätterteig und Marderspielzeug

Nun ist es so weit – der Schuppen wird abgerissen. Zuerst kommt das Eternit-Dach runter.  Das hat gut 60 Jahre auf dem Buckel und unterscheidet sich von Blätterteig nur darin, dass  Blätterteig essbar ist.

Das da vorne sind die Überreste der Eternit-Platten. Viel Wasser ist wichtig, damit der Mist nicht staubt. Warum das Dach nicht schon längst davongebröselt ist? Es wurde durch den Dachbewuchs zusammengehalten:

Unter dem Dach haben sich nicht nur Ameisen wohl gefühlt, sondern auch Marder und andere Vierbeiner.

Es ist verblüffend, was Marder alles brauchen können. Suppenknochen sowieso, aber auch Wurstpellen, Kerzen, Fahrradschläuche, Fahrradlenkergriffe, bemalte Plastik-Ostereier gleich im halben Dutzend, Deodorantdeckel, Fensterleder, Hühnerköpfe, Maiskolben, Igelteile und Arbeitshandschuhe.

Entsorgung…

Im Laufe des Umbaus haben sich ziemliche Haufen an Altholz angesammelt:

Das ist nicht etwa alles, sondern nur etwa ein Drittel dessen, was entsorgt werden muss. Eigentlich ist das alles Altholz, teilweise von 1807 (Decke der alten guten Stube), teilweise vom Küchenboden (ca 1950) und teilweise vom Dachboden des Schweinestalls (1954) aber verseucht mit Nägeln. Also entweder tagelang entnageln und dann zum Verschüren  aufstapeln – oder Container bestellen.

Die Antwort: Container. Wer mal versucht hat, mit Altholz zu heizen, wird feststellen, dass das Zeug zwar brennt, aber nicht heizt.  Man kann damit eine Feuerschale im Garten beschicken – das war’s aber auch. Und dafür habe ich ausreichend Holz um in den nächsten Jahren bei jedem Kurs abends ein Feuerchen zu schüren.

So – weggeräumt. Das hier ist der alte Rübenkeller des Schweinestalls. Noch. Da das Dach erledigt ist (60 Jahre alte Eternit-Wellplatten) und der Bau alles andere als kulturell wertvoll ist – außer die Graffitis auf der Außenmauer – wird der Schuppen in den nächsten Wochen abgerissen.

Nebenbei wird noch am Studio herumgemacht – hier steht immerhin schon ein Mikroständer….